Landesruderverband Berlin e.V.

56. DRV-Tischtennisturnier bei der Pichelsberger RG: Pokal geht nach Hamburg

Ruderinnen und Ruderer spielen auch gern Tischtennis und kämpfen in dieser Sportart um Pokale, zum Beispiel beim Tischtennisturnier der Deutschen Ruderverbands. Die 56. Auflage fand in Berlin statt. Gastgeber war traditionell die Pichelsberger Rudergesellschaft 1914 e. V (PRG). Sie hat das Turnier schon mehrfach organisiert. Weitere Berliner Vereine standen auf der Teilnehmerliste: Pro Sport Berlin 24, Berliner Ruder-Gesellschaft, Ruderverein Berlin von 1878 und der Märkische RV. Aber der Siegerpokal ging nach Hamburg. Der Wilhelmsburger Ruder Club gewann vor der Halleschen Rudervereinigung Böllberg/Nelson e. V.

Talenttag im Ruderzentrum: Wie Trainer im Schwimmen und Rudern eng zusammenarbeiten

Talente finden und fördern, ist ein wichtiges Ziel für den Landesruderverband. Deshalb hat er wieder einen Talenttag organisiert – im Rahmen der Initiative „Berlin hat Leistungssporttalent“, die die Senatsbildungsverwaltung ins Leben gerufen hat. Jugendliche aus Schulen und Vereinen wurden ins Ruderzentrum eingeladen. Sie konnten ihre sportlichen Leistungen testen und mit den Landestrainern Paul Habermann, Rick van Hooydonk und Nick Wustlich auswerten.

Die Trainer hatten in der großen Sporthalle verschiedene Stationen aufgebaut. Auf dem Concept 2 Dyno wurde mit Beinpresse und Armzug die Kraft gemessen. Beim Schluss-Dreisprung und im Standhochsprung ging es um die Leistungsfähigkeit der Bein- und Hüftstrecke. Auf den Ruderergometern konnten sich die Mädchen und Jungen schließlich richtig auspowern.

LRV-Jahreshauptversammlung: Berliner Rudersport macht keine Pause

„Im Berliner Rudersport gibt's keine Ruhe – ein Event nach dem anderen." So beschrieb Präsident Thomas Haun auf der Jahreshauptversammlung des Landesruderverbands das zurückliegende Jahr und die neue Saison. LSB-Präsident Thomas Härtel würdigte ebenso die vielseitigen Aktivitäten im Berliner Rudersport: die World Rowing Tour 2025, das 59. Wanderrudertreffen des Deutschen Ruderverbands, die Regatten und Veranstaltungen. „Das zeigt sich in der Mitgliederentwicklung", sagte er. Der LRV kratzt an der 10.000-Marke.

Auch die neue Saison ist voller Höhepunkte. Das wurde an diesem Abend im Ruderzentrum deutlich. Es sind die vielen traditionellen Regatten und Sternfahrten. Es sind aber auch einmalige Höhepunkte, wie der Auftakt der Ruder-Bundesliga am 13. Juni mitten in der Sportmetropole Berlin direkt vor dem Estrel-Hotel auf dem Neuköllner Schifffahrtskanal. Oder „150 Jahre Rudern in Berlin" – mit einer Sternfahrt am 11. Juli vom Wannsee bis zum Ruderzentrum, wo das Jubiläum gefeiert wird. Oder die Benefizregatta „Rudern gegen Krebs", die der Berliner Ruder-Club am 3. Oktober zusammen mit der 26. Internationalen Langstreckenregatta „Rund um Wannsee" ausrichtet.

Vergessene Jubiläen

Eine kleine Geschichte des „Blauen Wimpels“

Für das Jahr 1925 hatte der Wanderruder-Verband Mark Brandenburg neben verschiedenen Einzelwettbewerben einen Herausforderungspreis ausgeschrieben, „den derjenige Verein auf ein Jahr erwirbt, dessen Mitglieder die größte Kilometerdurchschnittsleistung erzielt haben“, wobei auch damals nur eine bestimmte Anzahl von Ruderern – in Abhängigkeit von der Vereinsgröße – berücksichtigt wurde. Der Sieger des Wettbewerbs erhielt das Recht, ein Jahr lang unter der Vereinsflagge das Blaue Band zu führen.

Gelegentlich des Anruderns 1926 – also vor 100 Jahren – wurde der erste Gewinner des Wettstreits um dieses Blaue Band geehrt. Es war der Ruderclub Berolina, worauf später zurückzukommen sein wird. Auch in den folgenden Jahren bis 1936 wurde der Wettbewerb ausgeschrieben, sowohl vom Spree-Havel-Ruderverband, in dem der Wanderruder-Verband Mark Brandenburg 1929 aufging, als auch vom „Gau Brandenburg III“ des Deutschen Ruderverbands.

LRV-Sommerwettbewerb im Wanderrudern: Teilnehmer sind 12- bis 93-Jahre alt

Genau 587.819 km sind die Berliner Wanderruderinnen und -ruderer im letzten Jahr zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober gerudert. 27.425 km mehr als im Jahr zuvor. 

Die Zahlen verkündete LRV-Vizepräsidentin Angela Haupt bei der diesjährigen LRV-Wanderruderpreisverleihung am 8. März. „Trotzdem ist noch Luft nach oben", sagte sie. „2009 betrug die Gesamtkilometerzahl 885.511 Kilometer." 

Auch wenn bis zum Ergebnis von 2009 noch fast 300.000 km fehlen, ist Wanderrudern nach wie vor ein beliebtes Standbein im LRV. Der Saal im Klubhaus der Treptower Rudergemeinschaft war entsprechend voll besetzt. Die Boote hatten aus allen Himmelsrichtungen angelegt – bei herrlichem Vorfrühlingswetter.

Die Statistik, die Angela Haupt zu Beginn vortrug, machte wieder deutlich: Rudern ist ein Sport für alle. Der älteste Teilnehmer wird in diesem Jahr 93 Jahre, die jüngste Teilnehmerin 12 Jahre. Philipp Böhme (Jahrgang 2015) von der Ruder-Riege TV Waidmannslust kam mit 885 km auf Platz 1 und Charlotte Rodde (Jahrgang 2014) vom RV Collegia 1895 mit 453 km auf Platz 2 in der jeweiligen Altersgruppe.

Edith Lambrecht (Jahrgang 1938) ruderte mit 2914 km auf Platz 1 in ihrer Altersgruppe. Bei den Männern kam Detlef Pries (ebenfalls Pro Sport Berlin 24) in der Altersgruppe 1949 und älter auf Platz 1 – mit 3807 km. Er sorgte bei der Preisverleihung zugleich für einen emotionalen Moment: Sein langjähriger direkter Konkurrent im Kampf um den ersten Platz, Thomas Obst (2141 km), konnte den Preis nicht mehr in Empfang nehmen. Er ist inzwischen verstorben. 

Insgesamt haben 509 Aktive (34 mehr als im Jahr zuvor) aus 34 Vereinen am Sommerwettbewerb 2025 teilgenommen. Die Medaillen und Urkunden an die Erst- bis Drittplatzierten überreichten LRV-Präsidiumsmitglied Ingrid Ehwalt und Saskia Discher, Vorsitzende der Berliner Ruderjugend.

70 Aktive beim 26. Ruderergometer-Wettkampf des Förderverein Wassersporthandicaps

Hier geht es zu einem kurzen Video der Veranstaltung.

Rudern ist ein Sport für alle – mit und ohne Beeinträchtigung. Zu erleben wieder beim 26. Ergometerwettkampf am 28. Februar 2026 in Grünau. Eingeladen hatte traditionell der Berliner Förderverein Wassersporthandicaps mit dem Vorsitzenden Rolf Kelm. 70 Aktive aus acht Vereinen in Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein kämpften um Bestzeiten über 300 bis 1.000 Meter. Die jüngsten waren acht Jahre alt. „Der Berliner Ruderclub Rapid hat mit seiner Kinderabteilung die Veranstaltung bereichert", so Petra Rohrbach. Sie moderiert diesen Wettkampf seit vielen Jahren.

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