Landesruderverband Berlin e.V.

„150 Jahre Rudern in Berlin"

11. Juli 2026: Jubiläumsruderfahrt durch Berlin

12. Juli 2026: Matinee „150 Jahre Rudern in Berlin" im Ruderzentrum

 

Vor genau 150 Jahren wurde mit dem „Berliner Ruder-Verein von 1876" der erste Berliner Ruderverein gegründet.

 Die Gründer galten als Revolutionäre des Sports. In ihren mehrsitzigen Booten belebten die Ruderer die Oberspree und erregten Aufsehen. Schnell gründeten sich weitere Rudervereine. 1880 folgte die erste Regatta auf dem Langen See bei Grünau. Die sportlichen Erfolge führten 1881 zur Gründung des Berliner Regatta-Vereins e. V., dem heutigen Landesruderverband Berlin. Er ist mit 60 Vereinen und fast 10.000 Mitgliedern einer der traditionsreichsten und erfolgreichsten Sportfachverbände in Berlin.

Am 11. und 12. Juli 2026 feiert der Landesruderverband Berlin „150 Jahre Rudern in Berlin":

Jubiläumsfahrt am Sonnabend, dem 11. Juli 2026

  • 10 Uhr: Offizielle Begrüßung und Start bei den beiden Vereinen Potsdamer Ruder Club Germania und Berliner Ruder-Club Welle Poseidon, Am Großen Wannsee 46, in 14109 Berlin.
  • Ruderer in historischen Booten und historischer Kleidung starten beim Berliner Ruder-Club am Kleinen Wannsee.
  • Die Jubiläumsfahrt ist eine Sternfahrt mit Booten aus allen Berliner Ruderrevieren. Ziel für alle Boote ist das Ruderzentrum am Hohenzollernkanal, Jungfernheideweg 80, 13629 Berlin.
  • Ab 11 Uhr: Ankunft der Boote im Ruderzentrum, geselliges Beisammensein

Matinee am Sonntag, dem 12. Juli 2026

  • Die Matinee „150 Jahre Rudern in Berlin" findet statt am 12. Juli 2026 von 10 bis 13 Uhr im Ruderzentrum, Jungfernheideweg 80, 13629 Berlin.
  • In moderierten Gesprächsrunden geht es um den organisierten Rudersport in Berlin von den Anfängen bis heute, um die Erfolge im Leistungs- und Breitensport, um Wanderfahrten und Äquatorpreise, um den Rudersport in Ost und West, die Entstehung des Ruderzentrums und die Bedeutung Berlins für den deutschen Rudersport. Persönlichkeiten des Rudersports kommen zu Wort.
  • Im Ruderzentrum wird die Ausstellung „150 Jahre Rudern in Berlin" gezeigt.

 

Berlin, Rom, Saarbrücken

Wie sich das Team des Berliner Ruder-Club Hevella auf die Nationalen Spiele von Special Olympics im Saarland vorbereitet, die vom 15. bis 20. Juni stattfinden

„Gut drauf“ steht auf einem Vierer, der aus dem Bootshaus getragen und ins Wasser gelassen wird. Gut drauf ist auch das Quartett mit Steuerfrau, das kurz darauf die Skulls durch das Havelwasser zieht – zügig, gleichmäßig, ohne Probleme. Auch „Odin“, der andere Vierer mit Steuerfrau, und ein Einer gleiten flüssig und harmonisch übers Wasser. Zur Freude und Zufriedenheit von Monika Tampe. Sie hat vor mehr als zwanzig Jahren die Reha- und Behindertensportabteilung des Berliner Ruder-Club Hevella gegründet. Seitdem leitet sie die Abteilung. So lange trainiert sie auch schon die Mitglieder, die jetzt vor einem ihrer größten sportlichen Höhepunkte stehen: Sie haben sich für die Nationalen Spiele von Special Olympics (SO) qualifiziert, die vom 15. bis 20. Juni im Saarland stattfinden. Ebenso der Ruderer Sebastian Stuart vom RC Rapid Berlin, trainiert von Lina Mitscherling.

Eine Premiere für den Rudersport, der vor zwei Jahren bei den World Games in Berlin noch nicht dabei sein durfte. Inzwischen gehört Rudern zur Familie von Special Olympics Deutschland und stand deshalb im letzten Jahr zum ersten Mal bei den Landesspielen Berlin-Brandenburg auf dem Programm. Bei der Eröffnungsfeier hatte Monika Tampe den Eid der Trainerinnen und Trainer für faire Wettkämpfe gesprochen. Eine Ehre für die 76-Jährige. Sie gehört zu den Aktiven, die Para-Rudern in Deutschland etabliert haben. Bei den Paralympics in London 2012 war sie Fackelträgerin.

LRV-Sommerregatta 2026: Qualifizierung für den Bundeswettbewerb und inklusiv

Hier geht es zu einem kurzen Video der Veranstaltung.

280 Kinder und Jugendliche schnupperten Wettkampfluft bei der traditionellen Sommerregatta des Landesruderverbands. Am 6./7. Juni 2026 herrschte Hochbetrieb an der Regattastrecke in Grünau. Die Zehn- bis 18-Jährigen ruderten je nach Altersklasse zwischen 100 bis 3.000 Meter. Vertreten waren 22 Vereine. Die besten Nachwuchsruderinnen und -ruderer - insgesamt 84 - qualifizierten sich für den Bundeswettbewerb der Deutschen Ruderjugend, der Anfang Juli in Münster stattfindet. Entscheidend waren nicht nur die Zeiten der Ruderrennen. Gewertet wurden auch die Ergebnisse im Sportwettbewerb mit mehreren Übungen, wie Krebsgang und Dreierhopp. In der Regattapause zeigten die Jüngsten beim Slalomfahren auf Zeit, wie gut sie schon ihr Boot beherrschen und steuern können.

(Verspätete) Nachlese: LRV-Frühregatta mit Hingucker

Hier geht es zu einem kurzen Video der Veranstaltung.

Die neue Wettkampfsaison begann mit starkem Wind. Deshalb konnte die traditionelle Frühregatta des Landesruderverbands am letzten Aprilwochenende 2026 erst mit zeitlicher Verzögerung beginnen. Um das Mammutprogramm mit 660 Ruderinnen und Ruderer aus 50 Vereinen trotzdem zu schaffen, verkürzte das Regattateam kurzerhand seine Pause.

Im Fünf-Minuten-Takt wurden die Rennen gestartet. Gerudert wurde je nach Altersklasse über 300 bis 1.500 m – im Einer, Zweier, Vierer und Achter. Die Regatta gehört zu den größten Regatten in Deutschland. Auch diesmal waren wieder Aktive aus anderen Bundesländern mit dabei, u. a. aus Brandenburg, Hessen und Sachsen.

Die Gäste des Pirnaer RV teilen sich am Ende Platz 1 im Ranking der erfolgreichsten Vereine mit der Ruder-Union Arkona Berlin - 1879 (je 19 Siege). Es folgen der Ruderklub am Wannsee (17 Siege) sowie der Berliner Ruder-Club und der RC Tegel 1886 (je 15 Siege). Die Medaillen wurden gleich am Steg überreicht, u. a. von LRV-Vizepräsidentin Angela Haupt. „Wir wünschen euch eine gute Saison", gab sie den Aktiven mit auf den Weg.

Berlin fischt reichlich Edelmetall aus dem Fühlinger See

Am vergangenen Wochenende fand auf der Regattabahn am Fühlinger See die Kölner Juniorenregatta statt. Dabei waren zahlreiche Berliner Sportler*innen am Start und stellten sich bei heißen Temperaturen und guten Wasserbedingungen der Konkurrenz. Dabei war das Meldefeld mit 915 Mannschaften sehr groß. In den Kleinbooten wurden mehrfach 7-11 Abteilungen ausgefahren. Samstag wurde per Losverfahren, am Sonntag nach den Ergebnissen des Vortages gesetzt.

Berlin gewinnt Olympia. Mit der Regattastrecke am Beetzsee in Brandenburg.

Von Thomas Haun, Präsident des Landesruderverbands Berlin

Brandenburg an der Havel und der Beetzsee haben sich am Pfingstwochenende bei den U19-Europameisterschaften im Rudern eindrucksvoll präsentiert. Die Regattastrecke, die im Konzept „Berlin+“ als offizieller Austragungsort für die olympischen und paralympischen Wettbewerbe im Kanu- und Rudersport vorgesehen ist, zeigte überzeugend das Potenzial der Hauptstadtregion für Olympische und Paralympische Spiele. Perfekte Bedingungen auf dem Wasser, eine hervorragend organisierte Veranstaltung und eine entspannte, offene Atmosphäre machten deutlich, dass hier bereits heute internationale Spitzenevents auf höchstem Niveau möglich sind.

Das Konzept „Berlin+“ steht dabei bewusst für mehr als nur zusätzliche Wettkampfstätten. Es beschreibt die Idee einer gemeinsamen Hauptstadtregion, in der Berlin und Brandenburg ihre Stärken miteinander verbinden. Gerade im Wassersport funktioniert diese Zusammenarbeit seit vielen Jahren partnerschaftlich und vertrauensvoll. Die Landesruderverbände beider Bundesländer arbeiten eng zusammen, unterstützen sich gegenseitig bei Regatten, Nachwuchsarbeit und Organisation von Veranstaltungen. Sie zeigen damit, wie leistungsfähig diese Region bereits heute aufgestellt ist.

Der Beetzsee nimmt in diesem Konzept eine besondere Rolle ein. Die Strecke verbindet internationale Wettbewerbsfähigkeit mit einer außergewöhnlich natürlichen Umgebung. Anders als manche olympische Großanlage wirkt sie nicht überdimensioniert oder künstlich inszeniert. Vielmehr überzeugt sie durch eine moderne, funktionale Infrastruktur mit Augenmaß. Bereits heute lassen sich Veranstaltungen auf Weltcup-, WM- und EM-Niveau durchführen, gleichzeitig bestehen sinnvolle Erweiterungsmöglichkeiten für Tribünen, Funktionsgebäude und Trainingsbereiche, ohne den Charakter der Anlage zu verlieren.

Wie Barcelona mit Olympia Weltstadt wurde

Axel Müller, Council Member des Weltruderverbands FISA World Rowing und Geschäftsführer des Landesruderverbands Berlin, spricht im Interview mit dem Landessportbund Berlin über die Olympischen und Paralympischen Spiele in Barcelona 1992, über seine ganz persönlichen Erlebnisse bei diesen Spielen und darüber, wie enorm die ganze Stadt bis heute davon profitiert.

Hier geht es zum Interview: https://www.lsb-berlin.de/aktuelles/news/details/wie-barcelona-mit-olympia-weltstadt-wurde

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
OK