Landesruderverband Berlin e.V.

"Be strong, say NO!"-Plakette für den BRC Hevella

Be strong, say NO! – gegen Gewalt im Sport  ist eine gemeinsame Initiative der Deutschen Ruderjugend und des Deutschen Ruderverbands. Sie sprechen sich damit gegen jede Form von Gewalt aus, sei sie psychischer, physischer oder sexueller Natur. Es soll eine Kultur des Hinsehens geschaffen und präventiv gearbeitet werden.
Seit kurzem gehört auch der Berliner Ruder-Club Hevella zu den Trägern der Plakette Be strong, say NO! – gegen Gewalt im Sport. Wie viele andere Vereine teilen auch die Spandauer diese Werte ohnehin, sie haben es jetzt aber für alle sichtbar gemacht. Die stellvertretende Jugendleiterin Sonja Friese (Foto Mitte) hat sich darum gekümmert, dass ihr Verein die Anforderungen erfüllt, um die Plakette tragen zu können.

Einer-Parade auf dem Wannsee zum 90. Geburtstag von Bootsbauer Walter Grimm

19. Juli 2020, 10 Uhr: Eine eindrucksvolle Bootsparade sorgt für Aufsehen auf dem Wannsee. 40 Einer- und einige Vierer-Ruderboote starten beim Schülerruderverband zu einer Ausfahrt, um Walter Grimm zu ehren. Er ist seit mehr 66 Jahren Bootsbaumeister in den Bootshäusern am Kleinen Wannsee. An diesem Sonntag feiert er seinen 90. Geburtstag und führt die Bootsparade an der Spitze in einem Trainingskatamaran an. Noch immer baut und repariert er täglich Rudersportboote - inzwischen zusammen mit seinem Sohn.

Zukunftspreis des Berliner Sports – jetzt bewerben!

Der Zukunftspreis des Berliner Sports zeigt Jahr für Jahr eindrucksvoll, wie kreativ, zukunftsweisend und enorm wichtig der Vereinssport ist. Und vor allem in der aktuellen Coronakrise sind gute Ideen, außergewöhnliche Initiativen und besonderes Engagement gefragt. Der Landessportbund Berlin zeichnet gemeinsam mit der LOTTO-Stiftung Berlin und der Berliner Stadtreinigung auch in diesem Jahr wieder die 20 besten Ideen und Aktionen im Berliner Vereinssport aus. Der Wettbewerb ist mit 25.000 Euro dotiert. Vereine und Verbände im LSB können sich bis Ende Oktober bewerben.

 

Im Fokus stehen diesmal insbesondere engagierte Projekte, die in der Coronakrise entstanden sind. Eingereicht werden können natürlich auch wieder Ideen aus anderen Themenfeldern wie Umwelt, Integration und Inklusion, Kinder- und Jugendsport und Vereinsentwicklung.

 

Weitere Infos und das Bewerbungsformular gibt es hier:

 

http://www.berlin-sport.de/zukunftspreis-des-berliner-sports-2020/

 

Inklusion ohne darüber zu reden

Christiane Möller ist eine Ruderin wie viele andere. Sie liebt ihren Sport über alles. Mehrmals in der Woche steigt sie ins Boot und genießt die Bewegung an frischer Luft. „Morgens liebe ich die Ruhe und totale Friedlichkeit auf dem Wasser“, sagt sie. „Abends nach der Arbeit komme ich runter“. Seit 2016 ist sie Mitglied im Ruderklub am Wannsee. Sie fühlt sich dort heimisch, hat extra ihren Wohnsitz in die Nähe verlegt. Sie kennt viele Vereinsmitglieder und viele kennen sie. Egal wann sie zum Rudern kommt – sie ist nie allein. Es findet sich immer ein Team, mit dem sie losfahren kann. Das ist wichtig für sie, denn sie ist von Geburt an nahezu blind.

Rudern im Vierer und Achter ist wieder möglich in Berlin.

Was die Mitteilung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport vom 13. Juli genau bedeutet und wie es im Berliner Rudersport in der Saison 2020 weitergeht – darüber sprachen wir mit Karsten Finger, Vorsitzender des Landesruderverbands Berlin, bei der ersten Präsenz-Vorstandssitzung im Ruderzentrum am 13. Juli nach dem Lockdown.

 

Es war ein Kampf bis zur Freigabe des Teamruderns. Wie kam es jetzt aus Sicht des LRV zu der Entscheidung?

Berlin war das letzte Bundesland, in dem noch nicht in Großbooten gerudert werden durfte. Das war nicht mehr zu verstehen. Wir hatten einen Eilantrag gestellt, der unbeantwortet blieb. Schließlich haben wir den Regierenden Bürgermeister in einem offenen Brief um Unterstützung gebeten und öffentlich erklärt, dass wir am 13.07. eine Klage beim Verwaltungsgericht gegen den Senat einreichen werden. Es ging uns vor allem um eine einheitliche Regelung mit unserem Nachbarland Brandenburg und eine Anpassung an die bundeseinheitlichen Regelungen.

Endlich!!! Teamrudern in Berlin wieder offiziell erlaubt!

Liebe Rudersportbegeisterte,
ein langer Weg liegt hinter uns und nun ist endlich auch in Berlin ein Teilziel erreicht:
Ab sofort darf „ausnahmsweise“, wie es Innen- und Sportsenator Andreas Geisel in der Pressemitteilung vom 13.07.2020 formuliert hat im Mannschaftsboot gerudert werden.
Wir danken zu allererst Allen, die mit konstruktiven, verantwortungsvollen, geduldigem aber entschlossenen Vorgehen den Kampf zur Freigabe unseres geliebten Natursports mitgegangen sind!
Damit die gewonnene Freiheit auf dem Wasser aber unter den leider immer noch herrschenden, und nicht zu unterschätzenden Pandemiebedingungen, von Dauer bleibt, bitten wir Euch um unbedingte Umsetzung und Beachtung der weiter geltenden Regeln und Verordnungen zur Eindämmung des SARS-Covid-19-Virus.
Insbesondere verweisen wir auf die Verpflichtung für Steuerleute zum Tragen eines Mund-Nasenschutzes (MNS) im Mannschaftsboot.
Die weiteren Voraussetzungen für unseren Sport findet Ihr im aktualisierten Covid19-Nutzungs-_und_Hygienekonzept_LRV_Berlin15.07.20.pdf

Für den gemeinsamen Neustart wünschen wir „Riemen und Dollenbruch“

Training für Anfänger – mit Abstandsregeln

Der Abstand von 1,5 m, der in den Ruderbooten einzuhalten ist, wirkt sich auch auf die Ausbildung in den Vereinen aus. Wir führen die Ruderausbildung jetzt im Einer vom Steg aus durch, sagt Bruni Ley vom Märkischen Ruderverein.

Es ist für uns Ausbilder zeitlich und organisatorisch viel zeitaufwendiger, da die Anfänger nur einzeln nacheinander ausgebildet werden können “ so die Trainerin mit C-Lizenz. Zudem sind nach jedem Wechsel die Skullgriffe mit Seifenlauge zu reinigen.

Auf Dauer ist es für die Neuen'auch langweilig, sie würden gerne mal im Mannschaftsboot fahren.“ Sie ist trotzdem froh, dass nach dem totalen Verbot wieder gerudert werden kann. Die Anfängerkurse finden wie immer Mittwochnachmittag und Sonntagvormittag statt. Aber statt zwei Trainingsstunden pro Anfänger gibt es zurzeit nur eine.

Wer das Vereinsgelände betritt, muss sich zuerst die Hände waschen. Eine Waschgelegenheit wurde draußen installiert, um zusätzliche Gänge durch das Bootshaus zu vermeiden. Die Boote und Skulls werden nach jeder Fahrt mit Seifenlauge gereinigt.