Handicap-Rennen auf der Sommer-Regatta in Berlin am 6./7.6.2015

In diesem Jahr, wie schon in 2014, machte die Sommerregatta des Landesruderverbandes Berlin e.V. ihrem Namen alle Ehre. Sonne pur! Ordentlich ins Schwitzen kamen auch alle Teilnehmer der Berliner Handicap-Regatta, die seit 1999 in die Berliner Sommerregatta integriert ist. Der Oldenburger Ruderverein kam mit 29 Personen nach Berlin, wobei hier viele Betreuer und Schlachtenbummler mitreisten. Da dieser Verein überwiegend das Rudern mit sehbehinderten Menschen betreibt, sind auch viele Betreuer notwendig wenn man auf Reisen geht. Der B.R.C. Hevella  e.V.stellte das größte Berliner Aufgebot an Teilnehmern, neben dem Förderverein Wassersport Handicaps e.V., der SV Energie und der RG Wiking.


Zum ersten Mal nahm auch der Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V. mit seinen Handicaps an der Handicap-Regatta teil. Aus diesem Verein konnten zwei inzwischen international klassifizierte Para-Ruderer (AS/M und LTA) die Berliner Sommerregatta nutzen,um für sich über die Distanz von 1000 m weitere notwendige Regattaerfahrungen zu sammeln. Der mitgebachte AS Einer mit Schwimmern fand großes Interesse auch bei den nichtgehandicapten jugendlichen Teilnehmern der Berliner Sommerregatta - die ja auch gleichzeitig der Landesentscheid der Kinder ist -, was der Trainer der Para-Ruderer, Lutz Bühnert und auch ich als sehr schön empfanden.
In diesem Jahr stand der Gedanke der Inklusion im Sport im Fokus und so konnten, neben den reinen Handicap-Rennen, auch Inklusionsrennen im Gig-Vierer und Gig-Zweier mit ihren Steuerleuten an den Start gehen. Trotz der diesmal geringeren Teilnehmerzahl als in den Vorjahren, zwei Vereine hatten ihre Teilnahme wegen anderer Termine leider abgesagt, oder gerade wegen der geringen Teilnehmerzahl, wurde zu den angebotenen Inklusionsrennen diesmal auch vom B.R.C. Hevella e.V. gemeldet. Im Gig 4x+ über 1000 m gingen am Samstag zwei Mannschaften an den Start, die von zwei nichtbehinderten Ruderinnen aus zwei anderen Berliner Rudervereinen ergänzt wurden. Für eine dieser beiden Ruderinnen war es das erste Mal, dass sie an einer 1000 m Regatta teilnahm und daher ein ganz besonderes sportliches Erlebnis. Bei den Inklusionsrennen wird darauf geachtet, dass zu 50% gehandicapte Sportler/Sportlerinnen mitrudern, wobei davon ein gehandicapter Sportler auf der Schlagposition sitzen muss. Die beiden gestarteten Boote lieferten sich bei sengender Hitze und plötzlich aufkommenden starken Gegenwind ein spannendes Rennen, so dass es nicht nur den gehandicapten Sportler/Innen des B.R.C. Hevella e.V. viel Kraft kostete. Beim anschließend vom Förderverein Wassersporthandicaps organisierten Grillfest konnten die verbrauchten Kalorien aber wieder aufgetankt werden. Jeder Teilnehmer erhielt hier ein grünes T-Shirt von der Sommerregatta und zusätzlich schöne Urkunden mit dem Ergebnis ihrer jeweiligen Rennen. Vielen Dank dafür.
Am Sonntag gab es weitere Handicap-Rennen. Beim Rennen im Gig 4x+ über 500 m lieferten sich die gehandicapten A-Junioren aus Oldenburg gegen die gehandicapten Senioren vom B.R.C. Hevella e.V. ein spannendes Rennen, was die Hevellen mit ihrer Mix-Mannschaft knapp für sich entscheiden konnten. Das Inklusions Gig 2x+ Rennen über 1000 m gewann ebenfalls der B.R.C. Hevella e.V. gegen den Rüdersdorfer Ruderverein Kalkberge e.V.. Im Hevella-Boot ruderte übrigens ein Vater mit einem seiner sehr sportlichen behinderten Zwillinge, während der andere Zwilling diesmal am Steuer saß und dort seine Aufgabe ebenfalls hervorragend meisterte.
Im großem und Ganzen war es wieder eine tolle Regatta, die mit Hilfe der Berliner Ruderjugend gut über die Bühne lief. Zum Schluss gab es für die Handicap-Rennen Urkunden und für die Rüdersdorfer Handicaps, die sich tapfer geschlagen haben und am Samstag kein Rennen hatten, ebenfalls ein T-Shirt zur Erinnerung. Dann hieß es: Auf Wiedersehen bis zur Berliner Sommerregatta/Handicap-Regatta in 2016!
Text: Monika Tampe  Fotos: Monika Tampe, LRV, A.Baufeld

 

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