Landesruderverband Berlin e.V.

„Adams Acht" auf der Regattastrecke in Grünau und jetzt im Kino

Es war ein historischer Moment am Abend des 17. September 2026: Erstmals wurde auf der traditionsreichen Regattastrecke in Grünau ein Kinofilm gezeigt. 400 junge Ruderinnen und Ruderer aus ganz Deutschland sahen „Adams Acht" auf der neuen, großen Videoleinwand - sie hatten am Tage bei „Jugend trainiert für Olympia und Paralympics" in Grünau ihre Wettkämpfe ausgetragen. Der Film berichtet über den Rudertrainer Karl Adam und darüber, wie er den Deutschlandachter 1960 zu Olympiagold führte

„Wir feiern in diesem Jahre 150 Jahre Rudern in Berlin – aber ein Kinofilm auf der Regattastrecke, das gab es noch nie", sagt Thomas Haun, Präsident des Landesruderverbands Berlin. Die Jugendlichen saßen überall auf der Regattastrecke. Kino am Wasser – das ist selten, es fehle nur noch der rote Vorhang, stellten einige von ihnen fest.

Der Film ist eine großartige Werbung für die Olympische Idee und den Rudersport: spannend, emotional. Er weckt Kampfgeist und erzählt eine wahre Geschichte. „Erzählt wird auch", so Thomas Haun, „wie acht unterschiedliche Persönlichkeiten in der Nachkriegszeit zu einer Mannschaft zusammenfinden. Dabei werden gesellschaftliche und politische Themen jener Zeit aufgegriffen: das Aufwachsen junger Menschen ohne ihre Väter, die kritische Auseinandersetzung mit deren Rolle in der Zeit des Nationalsozialismus sowie der deutsch-deutsche Konflikt kurz vor dem Bau der Mauer. Es ist wichtig, insbesondere in der jetzigen Zeit, die vielen geschichtlichen Ereignisse wieder zu erwähnen."

Der LRV-Präsident dankt insbesondere Abgeordnetenhausmitglied Lisa Knack, Thomas Skodlerack vom Bezirksamt Treptow-Köpenick, Frank Beune von der Majestic Filmverleih GmbH und Niklas Schumann von der Deutschen Ruderjugend für die Unterstützung beim Zustandekommen der Filmvorführung am Wasser. „Gemeinsam waren wir sehr pragmatisch unterwegs, um das Kinoereignis auf die Beine zu stellen."

Gekommen war auch ein Gruppe vom Friedrich-Schiller-Gymnasium in Preetz/Schleswig-Holstein und vom Ersten Kieler Ruderclub von 1862 e. V. Sie haben am „Deutschen Schüler-Ruder- und Achtercup 2026" teilgenommen. „Wenn so eine Filmvorführung angeboten wird, dann müssen wir die Möglichkeit natürlich auch nutzen – zumal einer von unseren Ruderern bei den Filmaufnahmen mitgewirkt und tatsächlich in einem Boot gesessen hat", berichtete Lehrer-Trainer Simon Engel.

„Ich bin mitgerudert, als die Szene bei den Olympischen Spielen in Rom gedreht wurde", erzählt Mathis Lötzsch. „Drehort war Ratzeburg. Es haben viele Leistungs- und Breitensportler bei dem Film mitgemacht." Die Kontaktdaten zur Filmproduktionsfirma standen auf einem Werbeflyer, der im letzten Jahr in seinem Verein auslag. „Ich habe eine E-Mail geschrieben und noch am selben Tag einen Anruf bekommen."

Auf der Regattastrecke in Grünau sieht er den Film zum zweiten Mal – er war bei der Weltpremiere in Ratzeburg dabei: „Der Film ist super."

Angela Baufeld

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