DJM Krefeld - Erfolgreiche Meisterschaft für die Berliner Junioren

Kurzfristiger Ortswechsel, Temperaturen nahe der 40°C und Umstellung des Qualifikationsmodus. Die diesjährige Deutsche Jahrgangs- und Jugendmeisterschaft in Krefeld hielt einige Herausforderungen für Organisatoren*innen, Trainer*innen und natürlich Sportler*innen bereit. Trotzdem kämpften sich im U17- und U19-Bereich 33 Mannschaften mit Berliner*innen in die A-Finals.
B-Junioren
Das im Frühjahr formierte Berliner U17-Team zeigt dabei phänomenale Leistungen. Der gesteuerte Doppelvierer von Trainer Martin Schindler mit Jan Wesche (Welle-Poseidon), Tiago Fischer (Tegelort), Wim von Schreibner, Nicolas Neumann und Steuermann Jakob Scheer (alle drei Berliner Ruder-Club), setzten sich nach ungeschlagener Saison auch im Finale mit 0,15s vor den Potsdamern durch, nachdem sich Wim und Nicolas schon am Morgen über Bronze im Doppelzweier freuen durften.
Mit starken dritten 500m erruderte auch der Vierer ohne mit Georg von Rottenburg, Noah Ritter, Karl Kramer (Berliner RC) und Yehor Zakharov (Ruder-Union Arkona) den Meistertitel, sichtlich zur Freude von Bootstrainer Artur Inopin (ebenfalls BRC). Für den gesteuerten Vierer mit Arne Fötsch (RV Empor), Finn Rühl SC Berlin Grünau), Nicolai Pauck (Berliner RC), Laszlo Wendorf und Steuerfrau Luisa Stahr (beide RK am Wannsee) lief das Finale nach einigen Herausforderungen im Vorlauf wieder sehr gut. Noch vor Hamburg und hinter der Renngemeinschaft aus dem Süden erkämpfte sich die Mannschaft von Tom Stoltzmann (RaW) die Silbermedaille. Unter der Leitung von Olivia Rennicke (RU Arkona) gingen dann 4- und 4+ gemeinsam im Achter an den Start, diesmal mit Lilly Herbach (RU Arkona) an den Steuerseilen. Nach spannendem Rennen ruderte das Boot mit weniger als eine Sekunde Rückstand zu den Hamburgern und 0,21s vor dem Süd-Achter zu Silber.
Auch in den Kleinbooten zeigten unser B-Junioren starke Leistungen. Arvid Wesche (Welle-Poseidon) im Einer, Arthur Lehnert (SC Berlin Köpenick) im leichten 1x, sowie Max und Willy Wiedenbeck (RG Rotation) im Zweier ohne ruderten in den Finals gut mit. Am Ende standen für alle starke 4. Plätze zu Buche. Aber auch im Einer gab es noch eine Berliner Medaille. Sophie Kreis (RaW) fuhr ein starkes Rennen im leichten Einer. Bei der schon lange starken Konkurrentin aus Treis-Kaden freuten sich Sophie und Traier Tom Stolzmann über Silber.
A-Junioren
Auch im U19-Bereich ließ das erste Edelmetall nicht lang auf sich warten. Gwendolin Leishman (RU Arkona) ruderte nach schwieriger Saison in Renngemeinschaft mit München, Mannheim und Ludwigshafen im Vierer mit souverän zu Gold. Friederike Zimmermann (Neuköllner RC) belegte im selben Rennen Platz 3. Im Anschluss kämpften sich Alexander Pohl, Jona Lüth und Lucas Hohensee (alle drei RG Rotation), mit Pepe Jonuscheit aus Meck-Pomm und Steuerfrau Paula Schellhase (RK am Wannsee) in der gleichen Bootsklasse zur Bronzemedaille. Ein großer Erfolg für das Team um Trainer Michael Boldt (RG Rotation). Später im Großbootblock konnte sich Alexander Pohl im Team des ersten Achters der Regionalgruppe Nord/Ost noch zusätzlich zum deutschen Meister küren. Im selben Rennen zeigte der von BRC-Trainer Louis Bruder gebildete Achter mit Jona Lüth und Lucas Hohensee, sowie Julius Brickwede, Ludwig Canty und Steuermann Karl Weishaupt (Berliner RC) mit Mitstreitern aus Hamburg und Sachsen phänomenal und gewann verdient Bronze. 0,09s vor der ersten Auswahl der Regionalgruppe West. Wenige Minuten zuvor konnten sich Henriette Festtag und Luisa Block (RK am Wannsee) nach unglücklichem Ausgang im 4- ebenfalls im 1. Nord-Ost Achter mit Silber belohnen. Auch bei den Skullern gab es Medaillen zu feiern. Nach Platz vier und fünf im Einer schnappten sich Janne Froese und Ferry Malysch (RK am Wannsee) in Renngemeinschaft mit Frankfurt und Magdeburg im Doppelvierer Bronze.
Der Berliner Leichtgewichtsbereich war ebenfalls in zahlreichen Rennen und Kombinationen am Start und konnte sich fast immer über Medaillen freuen. Und das unabhängig von Disziplin und Mannschaftsgröße. Den Einer entschied Luise Burgold (RK am Wannsee) souverän für sich. Zusammen mit Esther Kelm (Potsdamer RC Germania) folge auch im Doppelvierer Gold. Wilhelm Heinrich (SC Berlin Köpenick) und Jasper Brand (Tegelort) fuhren im Vierer ohne weit vor dem Feld zu Gold. Später folge für die Jungs und Paul Rocco Häber (RU Arkona) Silber im Achter, den wiederum Janne Schirmer und Borngesser (beide RC Tegelort) mit Stuttgart, Minden, Kassel und Münster für sich entschieden. Zuvor krönten sich Paul Rocco Häber und Erik Wilhelm (RK am Wannsee), trainiert von Alexander Teichmann, im hart umkämpften Doppelzweier zu Deutschen Meistern. Für Erik folgte im Doppelvierer Silber, genauso wie für Martin Seidel-Aguilar und Alexander Pishwa (BRC) im Zweier ohne nach langer Führung.
Mit 9 Meistertiteln, 7 Silber- und 4 Bronzemedaillen im Juniorenbereich feierte Berlin die erfolgreichste Meisterschaft der letzten Jahre. In der Wertung der erfolgreichsten Vereine belegte der Ruderklub am Wannsee den dritten Platz. Für Luisa Block, Henriette Festag, Ferry Malysch und Alexander Pohl geht es nun in die Mannschaftsbildung des DRV. Dort werden die Plätze für die Junioren-WM in Plovdiv und den Coupe de la Jeunesse in Luzern vergeben.
U23
Bereits am Samstag fuhr die U23 ihre Finalrennen aus. Auch dort waren zahlreiche Berliner*innen und am BSP Berlin trainierende Sportlerinnen in den Finals am Start.
Der Vierer ohne von Landestrainer Rick van Hooydonk mit Tabea Koop (RC Rapid) und Helena Wegener (RK am Wannsee) sicherte sich mit einem packenden Schlussspurt die Goldmedaille. Lanea Rüter (RC Tegel) gelang ebenfalls der Golderfolg im gesteuerten Vierer. Im Achter waren die Berlinerinnen in allen Medaillenbooten vertreten. Lanea freute sich über ihren zweiten Meistertitel an diesem Wochenende. Tabea und Helena fuhren zu Silber. Alle drei buchen mit ihren Leistungen das Ticket zur U23-WM in Duisburg. Marlene Wegener (RK am Wannsee) steuerte ihren Achter zu Bronze. Die am BSP trainierende Tjorven Schneider (Bochum) kämpfte sich im Zweier ohne zu Bronze.
Auch bei den Skullerinnen gab es einiges zu feiern. Die am BSP trainierende Charlotte Luster (Halle-Böllberg) fuhr im Doppelzweier, sowie im Doppelvierer zusammen mit Ewa Grzimek (Neuköllner RC) als Erste über die Ziellinie. Hannah Frenkler (RC Tegel) kam in beiden Bootsklassen auf den Silberrang. Victoria Finger (RK am Wannsee) ging im Einer an den Start und fuhr die Bronzemedaille ein.
Auch die Jungs vom Berliner Ruder-Club und Trainer Matthias Helmkamp zeigten wie gewohnt starke Leistungen. Yannik Sens gewann im Doppelvierer die Goldmedaille. Früher am Renntag erruderte er bereits zusammen mit Jakob Geyer Silber im Doppelzweier. Besonders beeindruckend waren die Leistungen von Georg Rieck. In seinem ersten Jahr im U23-Bereich gewann er sowohl den Meistertitel im Vierer ohne, als auch im Achter. Auch hier folgen Nominierungen zur U23-WM.
Im leichten Bereich zeigte Nathalie Sendjuk (RK am Wannsee) sowohl im Einer, als auch im Doppelzweier überzeugende Rennen und fuhr zweimal Gold ein. Auch hier verdient sie sich damit den Start bei der U23-WM. Im leichten Vierer ohne siegte die Renngemeinschaft um Xavier Seidel und Bert Bankmann (RG Wiking). Später konnten sich beide noch über Bronze im Achter freuen.
Insgesamt ein herausragendes Ergebnis – für das gesamte Team Berlin! Das Präsidium gratuliert allen Aktiven sehr herzlich und dankt vor allem dem Trainer- und Betreuerteam für ihren Einsatz in der gesamten bisherigen Saison 2026!
Kornel Malysch
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