Landesruderverband Berlin e.V.

Berliner Anrudern 2026 bei der RG Grünau war „TOP"

Die Berliner Ruderinnen und Ruderer konnten es kaum erwarten: endlich Anrudern – nach dem langen Winter. Die traditionelle Berliner Sternfahrt zum Saisonbeginn führt in diesem Jahr erstmals zur Ruder-Gemeinschaft Grünau. Sie war für den langjährigen Veranstalter, den Friedrichshagener Ruderverein, eingesprungen, wo das Vereinshaus saniert wird.

Am 11. April ab 11 Uhr legten mehr als 60 Boote in der Nähe der Regattastrecke an, darunter sechs Achter und 50 Vierer. Sie kamen aus allen Himmelsrichtungen, auch aus Brandenburg. Sogar Ruderinnen und Ruderer aus Hamburg, Bamberg, Magdeburg, Greifwald und dem Ruhrgebiet saßen mit an Bord. Auch der nördlichste Ruderverein Berlins war vertreten: Die Gruppe von der Ruder-Vereinigung Preußen Saffonia hatte vom ESV Schmöckwitz abgelegt.

LRV-Vorsitzende Angela Haupt und ihr Mann Harald ruderten mit einem gemischten Vereinsteam zünftig im Kirchboot von der Ruderriege der Turngemeinde in Berlin 1848 nach Grünau. „Mit einem Abstecher zum Müggelsee", berichtete sie, „so haben wir gleich eine Zielfahrt gemacht."

Viele Ehrenamtliche des 172-Mitgliedervereins hatten schon seit Wochen alles organisiert und bis ins Kleinste liebevoll vorbereitet. Sie begrüßten gemeinsam mit dem Vereinsvorsitzenden Thomas Böhling und dem OK-Chef Arnim Burck an diesem Tag mehr als 320 Gäste aus 25 Vereinen auf ihrem Vereinsgelände und waren gut zu erkennen an ihren extra fürs Anrudern gefertigten blauen T-Shirts: zum Beispiel Bert und Conny. Sie standen abwechselnd am Tresen und in der Küche. Oder Andrea Boelen und Ines Böhling. Sie begrüßten die Ankommenden am Steg und halfen beim An- und Ablegen der Boote, die aus Platzgründen auf den Grundstücken der anliegenden Vereine geparkt wurden – sozusagen Nachbarschaftshilfe durch die Vereine Schülerrudern in Grünau e. V., Drachenbootsportverein Arthur Becker e. V., Master Ruder Club Berlin e. V., Grünauer Kanu Verein 90 e. V. und Ruderclub Turbine Grünau e. V. Die Tore zwischen den Vereinen waren geöffnet. „So können alle entspannt am Ufer entlang bis zu uns schlendern", sagte Arnim Burck.

Bei der RG Grünau gab es zur Stärkung Kaffee, selbst gebackenen Kuchen, Gegrilltes und Getränke. Bezahlt werden sollte am besten mit Karte oder Handy, so der Wunsch des Vereins und vor allem der des Schatzmeisters, Lutz Roscher. Er ist seit rund 20 Jahren im Vorstand des Vereins, der mit der Möglichkeit zur Bargeldlos-Zahlung beim Anrudern neue Wege ging. Er hatte auch den QR-Code zu seiner Cloud ausgehängt. Zum Hochladen der schönsten Fotos des Tages – als Erinnerung und für die Vereinszeitung „Flüstertüte", um die sich Peter Sturm seit zwei Jahrzehnten kümmert. Er prägte an diesem herrlichen sonnigen Frühlingstag, der mit Null Grad am frühen Morgen begonnen hatte, den Satz: „Der Wettergott hat uns geholfen, das es ein gelungenes Fest wurde." Den ganzen Tag über wurde gefeiert: das Wiedersehen, der Rudersport und das Miteinander – über Generationen hinweg, wie auf dem Foto mit drei RG-Grünauern zu sehen ist: Deborah Schneider (31, seit 2017 im Verein), Albrecht Bauer (91, seit 1959 im Verein) und Lutz Roscher (62, seit 1980 im Verein).

In zwei Wochen treffen sich alle zum vereinsinternen Anrudern, weil sie als Veranstalter des offiziellen Anruderns selbst nicht ins Boot steigen konnten. Viel Spaß dabei und danke, liebe RG Grünau, für den schönen Tag des Rudersports, der „TOP" war, wie es in einem Kommentar zum Post auf dem LRV-Facebook-Account hieß.

Angela Baufeld

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