„ Veranstaltungen wie diese machen eine Stadt lebenswert“ - Bundesfinanzminister Olaf Scholz war Schirmherr der 89. Langstreckenregatta „Quer durch Berlin“

Quer durch Berlin“ - das war am 6. Oktober 2018 ein Meer voller Ruderinnen und Ruderer auf der Spree und am Ziel vor dem Haus der Kulturen der Welt. An den Start gingen über 500 Teilnehmer aller Altersklassen: ab 13 Jahre bis über 80, Freizeitsportler und die Elite von einst und jetzt. Sie kamen aus vielen Bundesländern und aus dem Ausland, u. a. aus Dänemark, Großbritannien, Niederlande, Polen, Russland und der Schweiz. Schirmherr war Bundesfinanzminister und Vizekanzler Olaf Scholz. Er schrieb in seinem Grußwort: „Als Ruderer freue ich mich über Veranstaltungen wie diese. Sie machen eine Stadt lebenswert.“

 

Los ging es an der Mörschbrücke. Die 7.000-m-Strecke führte vorbei am Schlosspark Charlottenburg durch die Innenstadt, wo Rudern normalerweise verboten ist. Zwei Stunden ging es Schlag auf Schlag. Berliner und Gäste verfolgten bei traumhaftem Herbstwetter vom Ufer aus die über 30 Rennen.

Zu „Quer durch Berlin“ gehört die Sir Gusche Band, die seit 1961 besteht und sich als Berlins älteste Jazzband bezeichnet. Sie begrüßt die Ruderer seit 21 Jahren musikalisch am Ziel.

Karsten Finger, Vorsitzender des Landesruderverbandes Berlin, gratulierte den Siegern, dankte allen fürs Kommen und vor allem jenen, die zum Gelingen dieser traditionsreichen Veranstaltung beigetragen haben: vor allem den Helfern und Schiedsrichtern. Er appellierte an die Vereine, weitere Helfer zu finden. „Sonst können wir so eine tolle Regatta nicht mehr auf die Beine stellen.“ Ausdrücklich dankte er auch dem THW und Peter Hanisch, Ehrenpräsident des Landessportbundes Berlin, der über eine Stunde die Medaillen und Pokale überreichte.

Für die Renngemeinschaft RC Tegel und Ruderklub am Wannsee ist das Wintertraining gesichert. Sie konnte das Ergometer mitnehmen, das der LRV und die Sportmetropole Berlin gestiftet hatten. Auch der Märkische Ruderverein jubelte und postete auf Facebook: „Wenn Märker mal Regatta fahren! Ein Märker-Vierer hat heute an Quer durch Berlin teilgenommen und im Rennen der Klasse Beginner direkt den ersten Platz gemacht und einen Wanderpokal eingeheimst! Toll! Richtig toll!“ Der LRV will mit dieser Auszeichnung dazu beitragen, Ruderer nach einer längeren Auszeit wieder für den Rudersport zu begeistern.

Die Rudergesellschaft Wiking freute sich über den Pokal mit dem alten Rennachter-Steuer von früher. Den Spree-Pokal holte sich die Renngemeinschaft Rudervereinigung Hellas Titania Berlin und Ruder-Union Arkona Berlin 1879. In der Vereinswertung kam der Ruderklub am Wannsee auf Platz 1 vor dem RC Tegel 1886 und dem Ersten Kieler Ruder-Club.

Unter den erfolgreichsten Vereinen wurde auch diesmal ein Einer verlost, den wieder die BBG Bootsmanufaktur Berlin und New Wave Sportswear gesponsert hatten. New-Wave-Geschäftsführer Horst Borchert griff in die große Lostrommel. Glücklicher Gewinner war die Renngemeinschaft RG Wiking und RU Arkona 1879. Anja Schäfer von der BBG Bootsmanufaktur sagte: „Mit dem Einer soll die Rudernachwuchsarbeit unterstützt werden. Das machen wir gern.“

Karsten Finger lud zum Abschluss alle ein, im nächsten Jahr beim 90. „Quer durch Berlin“ wieder mit dabei zu sein.

Die TAZ berichtet:

http://www.taz.de/!5537669/

Die RBB-Abendschau berichtete:

https://www.rbb-online.de/abendschau/archiv/20181006_1930/nachrichten-zwei.html

Hier findet Ihr das Regattaergebnis.

Text und Fotos: A. Baufeld

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