Berliner Junioren gewinnen zweimal Gold und einmal Bronze bei JWM

Wir gratulieren den Junior-Weltmeistern Juliane Bosse, Stephan Riemekasten sowie dem Bronzemedaillisten Oliver Mittelstädt!
Deutschland ist die Supermacht im Nachwuchs-Rudersport. Nach sechs Gold-, vier Silber- und  drei Bronzemedaillen vor zwei Wochen bei der U23-WM in Amsterdam zeigten nun auch die U19-Junioren des DRV bei ihrem Championat auf der Olympiastrecke von 2012 in Eton, dass an ihnen kein Weg vorbei führt. Sechs Gold-, zwei Silber- und zwei Bronzeplaketten, zehn Medaillen in dreizehn Wettbewerben, bei denen die deutschen Talente in allen Finals vertreten waren, sind kaum noch steigerbar. Die Nationenwertung wurde mit klaren Vorsprung gewonnen, Rumänien und Italien, die jeweils zwei Titel holten, folgten mit gehörigem Abstand.

Die offizielle Testregatta für die Wettbewerbe unter den fünf olympischen Ringen im kommenden Jahr, die den Probelauf mit Bestnoten bestand, war für den DRV ein glänzendes Omen. Für die britischen Gastgeber – das war vielleicht die größte Überraschung des Championats – war es eher ein lauter Schreckschuss, denn die mussten sich mit nur zweimal Silber begnügen.  Die deutschen Nachwuchs-Asse brillierten sowohl bei Skullern und Riemern, bei Männern und Frauen. Ein großartiges Versprechen in die Zukunft in der Spitze und in der Breite, die von der weitgehend hervorragenden Arbeit in den Stützpunkten und Vereinen zeugt.

Die sechs Siege für Schwarz-Rot-Gold gingen an die beiden Einer, den Männer-Doppelzweier, den Frauen-Doppelvierer, den Männer-Vierer ohne und den Frauen-Achter. Silber für Deutschland gewannen der Frauen-Doppel-Zweier und -Zweier ohne, Bronze Männer-Doppelvierer und -Achter.

Die drei Berliner im 49-köpfigen DRV-Aufgebot traten mit zweimal Gold und einmal Bronze die Heimreise an. Überragend nicht nur in diesem Trio, sondern auch im gesamten deutschen Team und    mit seinem internationalen Auftreten gegen die stärksten Skuller der Welt war der am 13. Juli 18 Jahre alt gewordene Stephan Riemekasten (RG Rotation), der es seinem Klubkameraden Hubert Trzybinski gleich tat, der vor zwei Wochen in Amsterdam U23-Weltmeister im Einer geworden war. Ähnlich souverän und überlegen holte Riemekasten den Titel bei den Junioren. Gold ging auch an Juliane Bosse (BRC Ägir), die mitschiffs im Frauen-Achter saß und gegen nur zwei weitere Bewerberber zum Gold vor Rumänien und den USA beitrug. Bronze schließlich erkämpfte sich Oliver Mittelstädt (Spandauer Ruderclub Friesen), der mit dem Großboot hinter Italien und den Briten einkam. Insgesamt wurde mit der DRV-Bilanz das Top-Ergebnis vom Vorjahr, als 12 von 13 Booten in den Finals standen und einen 5-2-3-Medaillen-Auftritt (Anteil der damals fünf Berliner Talente: 1-2-1) hinlegten, noch einmal gesteigert.

Abiturient Riemekasten war dabei nicht nur wegen der Art und Weise seiner Überlegenheit, die mitunter einer Ruder-Demonstration glich, der herausragende Athlet. Der 1,90 m große, nur 78 kg schwere Blondschopf verteidigte den JWM-Titel von Racice 2010, wenn auch in einer anderen Bootsklasse – vor Jahresfrist hatte er im Doppelzweier mit Timo Piontek (Dorsten) gewonnen. Vorlauf, Viertelfinale, Halbfinale, Endlauf  - viermal war in der mit 27 Teilnehmern am stärksten besetzten Bootsklasse des Championats (insgesamt 48 Länder mit 199 Booten und  578 Sportlern) Leistung gefragt. Viermal zeigte sie der von Landestrainer Jürgen Worms betreute Riemekasten auf eine die Konkurrenz fast schon entmutigende Weise. Im Finale lag er nach 100 Meter zur Hälfte der Distanz bereits mit 7 Sekunden in Front, konnte das Rennen ohne sich voll verausgaben zu müssen, kontrolliert nach Hause fahren, während dahinter der griechische und ukrainische Starter erbittert um die Plätze kämpften. Erstmals in der Geschichte der RG Rotation hat der Verein mit Trzybinski und Riemekasten nun gleich zwei Einer-Weltmeister - „Wir können stolz sein!“, heißt es auf der Webseite.

Erwähnenswert ist auf jeden Fall auch der Sieg des Frauen-Achters mit Juliane Bosse aus Friedrichshagen. Nach Drei-Sekunden-Rückstand zur Rennhälfte auf Rumänien zeigte die Crew, dass sie sich ihr Rennen klug eingeteilt hatte. Bis zur Ziellinie wurden die Rumäninnen durch die immer stärker auftrumpfenden DRV-Damen noch um eine Bootslänge distanziert. Damit stand der erste WM-Titel im Juniorinnen-Achter seit 2005 fest! Der DRV-Vorsitzende Siegfried Kaidel durfte erfreut resümieren: „Ein großes Lob den Trainern und Betreuern für dieses fantastische Ergebnis. Insgesamt konnten wir unsere Spitzenposition trotz des gestiegenen Niveaus halten, auch wenn sich viele Nationen mittlerweile sehr gezielt aufstellen.“

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