Vorsitzender Karsten Finger: "Wir müssen die Zahl der Jugendlichen in unseren Vereinen signifikant steigern."

LRV-Jahresversammlung am 12.März 2015

Dass LSB-Präsident Klaus Böger bei der diesjährigen Jahresversammlung des Landesruderverbandes persönlich einige Grußworte an die Delegierten richtete, können die Ruderer als eine besondere Ehre empfinden. Er war gekommen, obwohl sein Terminkalender in diesen Tagen und Wochen randvoll war. Auf unzähligen Veranstaltungen hatte er für Olympia in Berlin geworben und als er an diesem 12. März in der Gerhard-Schlegel-Sportschule die Arbeit der Rudervereine im Breiten- und Leistungssport sowie als Ausrichter von großen Sportereignissen würdigte, hatte er schon das Ticket nach Frankfurt/Main gebucht, wo dann vier Tage später das DOSB-Präsidium Hamburg als deutsche Bewerberstadt für Olympia 2024/2028 empfahl. Die Entscheidung tut zwar auch den Berliner Ruderern noch ein bisschen weh. Viele von ihnen hatten sich in den Wochen zuvor an der LSB-Unterschriftenaktion „Wir wollen die Spiele“ beteiligt.. Aber jetzt schauen sie nach vorn. Sie gratulieren Hamburg und wünschen den Hanseaten viel Glück und Erfolg.
Bei der LRV-Jahresversammlung hatte sowohl Klaus Böger als auch die anderen Ehrengäste, u. a. Uwe Graf, Fachressortleiter Leistungssport beim Deutschen Ruderverband,  und Hartmut Duif, Präsident des Landesruderverbandes Brandenburg, das Thema Olympia genutzt, um auf die Notwendigkeit der Nachwuchsförderung einzugehen. „Ich wünsche Ihnen,“, sagte Klaus Böger, „dass sich junge Menschen auch weiterhin für Ihren Sport begeistern, sie sind die Basis“. Uwe Graf erinnerte daran, dass „die Teilnehmer der Olympischen Spiele in zehn und 14 Jahren heute schon in Ihren Vereinen sind. Sie sind unter Ihnen, unter uns. Wir müssen sie finden und fördern“. Wie existentiell die Nachwuchsarbeit für künftige Spitzenleistungen ist, machte der an diesem Abend einstimmig wiedergewählte LRV-Vorsitzende Karsten Finger deutlich. Er verwies auf die Situation beim Schützenverband Berlin-Brandenburg.  Ausbleibende sportliche Leistungen führten dazu, dass die Senatsverwaltung für Inneres und Sport die Förderung des Landesleistungszentrums der Schützen in der Niederneuendorfer Allee in Spandau einstellte. Weil der Schützenverband die laufenden Kosten aber allein nicht tragen kann, wurde nicht nur das LLZ geschlossen. Der Verband muss außerdem noch die Raten für den Bau-Kredit des LLZ abzahlen.
Der Landesruderverband verzeichnet zwar in der aktuellen Statistik einen leichten Mitgliederanstieg, aber, so Karten Finger, „die Anzahl der Jugendlichen in unseren Vereinen konnte noch nicht signifikant gesteigert werden. Wir müssen in diesen Bereich deutlich mehr investieren“ Er appellierte daran, aus einer „intensiven Zusammenarbeit von Schule und Verein den größtmöglichen Nutzen zu ziehen“.
Ein Zeichen im Sinne der Nachwuchsförderung setzte die Jahresversammlung auf Vorschlag des neugewählten Präsidiums (Mitglieder siehe unten) bei der Diskussion um die neue Beitragsstruktur, die wegen der  neuen LSB-Beitragsregelung und der allgemeinen Kostenerhöhungen notwendig geworden war. Die Jahresversammlung hat deshalb beschlossen, die Beiträge des Schülerruderverbandes von 2.40 Euro auf 1.30 Euro pro Mitglied und Jahr zu senken, während Erwachsende künftig 1.50 Euro mehr zahlen. Für Kinder und Jugendliche gibt es keine Beitragserhöhungen.
Karsten Finger sprach im Namen des Verbandes allen Ehrenamtlichen in den Vereinen und im LRV-Vorstand Dank und Anerkennung für die geleistete Arbeit aus. Er dankte insbesondere den Präsidiumsmitgliedern, die sich nach vielen Jahren im Amt an diesem Abend nicht mehr zur Wiederwahl gestellt hatten: Anke Schulz vom Ruderklub am Wannsee hatte acht Jahre die Berliner Ruderjugend im LRV-Vorstand vertreten. Ebenfalls acht Jahre hatte sich Carl-Friedrich Ratz von der Treptower Rudergemeinschaft um das Regattawesen gekümmert und Ulf Baier vom Ruderklub am Wannsee leitete drei Jahre die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit.

Mit dem Ausblick auf zwei große und bedeutende Ruder-Veranstaltungen in diesem Jahr in Berlin, endete die Jahresversammlung. Auf den Tischen der Delegierten lagen die Flyer für das 50. DRV-Wanderrudertreffen, das vom  18. bis 20. September in Berlin-Wannsee stattfindet und von den Vereinen Welle-Poseidon, Frauen-Ruder-Club Wannsee und Potsdamer RC Germania veranstaltet wird. Ein großes Roll-Up kündigte  die Wiederauflage der Rowing Champions League auf der Spree vor der Eastside Gallery ebenfalls am dritten Septemberwochenende an. Freudvoll, Kämpferisch und optimistisch endete die Jahresversammlung mit einem dreifachen „Hipp Hipp Hurra!“.

Der am 12. März 2015 neugewählte LRV-Vorstand

 Vorsitzender
Karsten Finger, Berliner Ruder-Club e.V.

 Stv. Vorsitzender – Finanzen und Verwaltung
Thomas Haun, Ruder-Club Tegel 1886 e.V.

Stv. Vorsitzende - Breitensport
Gabriela Brahm, Eisenbahn-Sportverein Schmöckwitz e.V. 

Stv. Vorsitzender - Leistungssport
Dr. Dieter Altenburg, Sportclub Berlin-Grünau e.V. 

Bestätigung der Vorsitzenden der Berliner Ruderjugend
Anita Blumenau, Rudergemeinschaft Rotation Berlin e.V. 

Ressortleiter:

Leistungssport
Dr. Lutz Reinhardt, Rudergesellschaft Wiking e.V.
Linus Lichtschlag, Ruderklub am Wannsee e.V.

Lehre und Ausbildung
Frank Kegler, Berliner Ruder-Club
André Kjulbassanoff, Ruderverein Empor e.V.
 

Veranstaltungen und Wettbewerbe
Ingrid Ehwalt, Ruder-Union Arkona Berlin 1879 e.V. 

Ruderreviere und Umwelt
Angela Haupt, Märkischer Ruderverein e.V.

Handicap
Monika Tampe, Berliner Ruder-Club Hevella e.V. 

Regattawesen
Jörg Ingenhütt, Schülerruderverband Berlin e.V.
Deborah Jautzke, Schülerruderverband Berlin e.V.

Prüfungsausschuss
Ronald Alex, Ruder-Club Tegel 1886 e.V.
Jürgen Haamann, Ruderverein „Vorwärts“ Berlin e.V.
Matthias Herrmann, Rudergesellschaft Wiking e.V.
 

Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Keine Wahl, Berufung eines Ausschusses
Leitung Koordination: Angela Baufeld

AB

 

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