Flaggentag 2013 Ehren und sich geehrt fühlen

 

Hinter den Berliner Ruderern liegt ein ganz besonderes Jahr.  Denn zweimal zwei olympische Medaillen, einmal paralympisches Edelmetall und weitere Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene gibt es nicht alle Tage. Das allein schon hebt die an der Spree Flaggentag genannte Siegerehrung von vergleichbaren Veranstaltungen der Vorjahre ab. Wenn dann noch der Landesruderverband seine höchste Auszeichnung an die beiden Berliner Athleten im Deutschland-Achter vergibt, dann ist klar, der Flaggentag 2013 war ein ganz besonderer.

 

Doch immer der Reihe nach. Es soll bekanntlich auch Ruderer geben, die weniger nach Geschwindigkeit streben, sondern nach möglichst vielen Kilometern. Manche legen im Laufe ihres Sportlerlebens eine Strecke zurück, die der des Äquators entspricht, was eine ziemliche Leistung ist. Einige toppen übrigens auch das. So stand die Auszeichnung der Wanderruderer am Anfang des Flaggentages, wie die Siegerehrung auf Landesebene in Berlin aus historischen Gründen heißt.  Gleich drei Mal konnte Gabriela Brahm, stellvertretende Vorsitzende Wanderrudern und Breitensport,  doppelte Äquatorpreisträger ehren. Hinzu kamen acht weitere Mitglieder Berliner Vereine, welche mit einer Leistung von 40.077 Kilometer ihr Lebenswerk krönten. Ehrungen für das 40., 45. und 50. Fahrtenabzeichen rundeten den breitensportlichen Teil des Flaggentages ab.

Dann schlug die Stunde des Leistungssportes. Das Feld hierfür hatte bereits Klaus Böger, Präsident des Landessportbundes, in seinem Grußwort zu Beginn des Flaggentages bereitet. „Sie sind die erfolgreichste Berliner Sportart“ brachte er die Leistung in den Vereinen und Landesleistungszentrum auf den Punkt. In Zahlen ausgedrückt:  27 Berliner Ruderer beiderlei Geschlechts vertraten Deutschland bei Weltmeisterschaften der unterschiedlichen Altersklassen, den Olympischen Spielen und den Paralympics. In Metall aufgewogen, bedeutet das 11 internationale Medaillenränge für Boote mit Berliner Beteiligung.  Hinzu kamen 25 vergleichbare Platzierungen auf deutscher Ebene.  Das kann keine andere Sportart. So gab es für Dr. Dieter Altenburg und Uwe Graf – die beiden „Leistungssportler“ im LRV-Vorstand – bereits ohne Olympiateilnehmer reichlich Auszeichnungen zu vergeben.

Mit der Ehrung der Olympioniken näherte sich der Flaggentag mit seinen gut 160 Teilnehmern seinem Höhepunkt. Zur Erinnerung: Acht von 48 Mitglieder der deutschen Ruder-Olympiamannschaft kamen aus Berlin. Eine ganz besondere Leistung ein jeden einzelnen Athleten,  schließlich gibt es Olympische Spiele nur  alle vier Jahre. Grund genug, sie alle zu ehren. Und natürlich gab es auch Medaillen: Katrin Splitt wurde für ihre Silbermedaille als Steuerfrau im Mixed Vierer-ohne bei den Paralympics ausgezeichnet. Britta Oppelt und Julia Richter brachten im Doppelvierer ebenfalls Silber mit nach Hause. Doch dann war da noch das DRV-Flaggschiff, der Deutschlandachter. Ein Boot, dessen Mannschaft mit ihrem Sieg in London Sportgeschichte geschrieben hatte. In ihm zwei Mitglieder eines Berliner Vereins. Daher erging der Beschluss im LRV-Vorstand einstimmig, Steuermann Martin Sauer und Andreas Kuffner in Anerkennung ihrer außerordentlichen Verdienste die Goldene Ehrennadel des Verbandes zu überreichen. Diese steckte LRV-Vorsitzender Werner Stahr beiden höchstpersönlich ans Revers. All das wäre ohne die Arbeit der Trainer am Leistungszentrum Hohenzollernkanal und anderen Standorten nicht möglich gewesen. Daher war es nur konsequent, sie auf einem Flaggentag für ihre Arbeit zu ehren.

Auch für den Verband und seine Mitglieder gab es an diesem Flaggentag  zweifach Anlass, sich geehrt zu fühlen. Denn immerhin war es dem LRV gelungen, den Coach des Deutschlandachters Ralf Holtmeyer für einen facettenreichen Kurzvortrag zu gewinnen.  Der unlängst im Fernsehen als „Trainer des Jahres“ ausgezeichnete Ruderlehrer gilt bereits zu Lebzeiten als Legende.

Doch damit war es noch nicht vorbei mit dem hohen Besuch aus der DRV-Kaderschmiede. Denn unter den Teilnehmern des Flaggentages fand sich Marcus Schwarzrock, neuer Cheftrainer auf Bundesebene. Wenn das kein gutes Omen für die nächsten vier Jahre bis zu den Olympischen Spielen 2016 ist. 
Namen und Verein aller Geehrten finden Sie hier:  default Ehrungen Flaggentag 2013
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ext: Ulf Baier Fotos:Carl-Friedrich Ratz, Michael Hehlke

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