Große Begeisterung beim 20. Berliner Integrativen Ergo-Wettkampf

Rudersport begeistert alle – mit und ohne Behinderung. Der 20. Berliner Integrative Ruderergometer-Wettkampf im Kanu-und Ruderleistungszentrum Berlin-Grünau lieferte wieder den eindrucksvollen Beweis. Eingeladen hatte der Förderverein Wassersporthandicaps e. V. - 60 Ruderinnen und Ruderer mit geistigen und körperlichen sowie ohne Behinderungen aus insgesamt acht Vereinen in Berlin, Brandenburg und Schleswig-Holstein sind der Einladung gefolgt.

 

Durch die übergroßen Fenster der Terrasse im Erdgeschoss des Grünauer Wassersportzentrums in der Sportpromenade 3 schienen die ersten Frühlingssonnenstrahlen, die auf ihre Weise zu der guten Wettkampfstimmung beigetrugen.

Das größte Starterfeld bildeten Menschen mit einer geistigen oder psychischen Störung. Um die Sportlerinnen und Sportler nach Leistungsklassen einzuteilen, wurden Vorläufe ausgefahren. Am Nachmittag fanden dann nach Vorbild der Special Olympics eigene Finals über 1.000 m statt. Damit gab es in jeder Leistungsklasse einen Sieger und die weiteren Platzierungen. 

Individuell angepasste Rennen
Für Körperbehinderte wurden ebenfalls 1.000 m Rennen, die aber individuell angepasst wurden, angeboten. Je nach Umfang der körperlichen Behinderung gab es einen Bonus in Form von weniger Meter bis ins Ziel. Über die 2.000 m Distanz starteten Körper- und Sehbehinderte, die leistungssportliche Ambitionen haben.

Seit einigen Jahren werden auch Rennen für nicht-behinderte Kinder-und Jugendliche angeboten. Hier liegt die Entscheidung bei den Trainern, ob die Kinder und Jugendlichen über 300 m, 500 m oder 1000 m an den Start gehen. Das Angebot ist hier insbesondere für weibliche und männliche Aktive gedacht, die noch nicht leistungssportlich unterwegs sind. 

Zum Abschluss erhielten alle Teilnehmenden eine Urkunde mit der Angabe der Platzierung, Zeitangabe sowie ein persönliches Foto vom Wettkampf. Zudem gab es ein Sachgeschenk in Form eines T-Shirts mit Erinnerungs-Aufdruck der Veranstaltung. Die Plätze eins bis drei bekamen zusätzlich Medaillen.

"Wenn man dann als Zuschauer oder Trainer in die stolzen und glücklichen Gesichter der Teilnehmenden blickt, weiß man, dass es ein wunderbares und tolles Erlebnis für alle Anwesenden war - also auch für die, die nicht auf dem Ruderergometer saßen“, so Monika Tampe, Leiterin der Reha- und Behindertenabteilung beim BRC Hevella und über zehn Jahre LRV-Vorstandsmitglied für Handicap-Rudern. "Ich wünsche mir aber, dass noch mehr Vereine Kinder und Jugendliche zu diesem Event schicken.“

Bericht: Monika Tampe, Fotos: Peter Straach

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