Landesruderverband Berlin e.V.

LRV-Meisterehrung beim Spandauer RC Friesen

6000 km in sieben Monaten

Beim Spandauer Ruder-Club Friesen sind an diesem Sonntagvormittag um 12 Uhr alle Stühle besetzt. Gleich auf den ersten Blick wird deutlich: Rudern ist ein Sport für Jung und Alt: Die elfjährige Vanessa Wenske vom RC Tegel ist die jüngste, die an diesem Tag eine Medaille bekommt. Eine der ältesten ist Edith Lamprecht (80) von Pro Sport 24. Der Landesruderverband zeichnet jedes Jahr die besten Wanderruderinnen und –ruderer aus. Vanessa Wenske meldete genau 481 Kilometer. Damit belegt sie in ihrer Altersklasse Platz 3. Edith Lamprecht ruderte im vergangenen Sommer 3.025 km. Sie kam in ihrer Altersklasse auf dem ersten Platz. 47 Aktive aus 14 Vereinen erhielten entsprechend ihrer Altersklassen und ihrer Ruder-Kilometer Gold-, Silber- und Bronze-Medaillen, die Ludwig Mollwo von SV Energie entworfen hat.

 

Gabriela Brahm, stellvertretene Vorsitzende des Landesruderverbandes hatte die Meisterehrung mit statistischen Zahlen eröffnet, die die breitensportlichen Leistungen der Berliner Ruderer deutlich machen: 620 Ruderinnen und Ruderer aus 36 Berliner Vereinen haben 2018 die Bedingungen für den LRV-Sommerwettbewerb erfüllt. Sie legten zwischen dem 1. April und dem 31. Oktober eine Mindestkilometerzahl zurück und absolvierten mindestens vier Zielfahrten in vier verschiedenen Zielbereichen. Spitzenreiter ist der RC Tegel: 69 Mitglieder haben die Bedingungen erfüllt. Die Vereine mit den meisten Teilnehmern auf den Plätzen 1 bis 3 sind Pro Sport 24 und Ruder-Union Arkona – jeweils sieben. Der Blaue Wimpel für den aktivsten Wanderruder-Verein ging an Pro Sport 24. Auf Platz 2 kam der Spandauer RC Friesen und Platz 3 belegte der Ruderklub am Wannsee. Gewertet wird die Gesamt-Kilometerzahl einer bestimmten Anzahl der Mitglieder.

An diesem Sonntagmittag im Vereinsheim des  Spandauer RC Friesen freuten sich alle über die Anerkennung ihrer breitensportlichen Leistungen. Auch Edith Lamprecht. Sie steigt in der Woche zwei bis drei Mal ins Boot: „Unter 30 km machen wir es dann nicht“, erzählt sie. Erst mit Anfang 40 entdeckte sie ihre Liebe zum Rudern. Vorher ist sie viele Jahre Kanu gefahren. Rudern ist für sie neben In-Bewegung-bleiben noch viel mehr: „Bei den Wanderfahrten genieße ich die Natur, das Zusammensein mit den Ruderkameraden und die Geselligkeit.“ Vanessa Wenske empfindet das ähnlich. „Mir gefällt am Rudern, dass ich auf dem Wasser bin“, sagt die Schülerin der sechsten Klasse. Ihre große Schwester hatte sie vor zwei Jahren mit zum Rudern genommen. Seit dem kommt sie nicht mehr davon los. Sie trainiert dreimal in der Woche.

Einige der Ausgezeichneten standen nicht das erste Mal bei der Meisterehrung auf der Bühne. Zu ihnen gehört Doris Himmelsbach vom gastgebenden Spandauer Ruder-Club Friesen: Sie steigerte 2018 ihre Leistung auf sagenhafte 6.000 Ruder-Kilometer.

Unter diesem Link könnt ihr euch die Fotos von Hans-Georg Heise ansehen:

https://drive.google.com/open?id=1OAQTCTbrKCgYbU0ehaYyR3vteIrM1KbP

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