Landesruderverband Berlin e.V.

Rudern ist ein Sport für alle

LRV würdigte Aktive, Trainer und Helfer beim traditionellen Flaggentag

Beim LRV Berlin ist es gute Tradition, Leistungen öffentlich zu würdigen und auch einmal Danke zu sagen. Deshalb werden jedes Jahr Trainer und Aktive geehrt, die in der zurückliegenden Saison Erfolge errungen oder sich auf bemerkenswerte Weise für den Rudersport in Berlin eingesetzt haben. Auch diesmal war der Flaggentag wieder eine ganz besonders feierliche Art des Rückblicks auf ein ereignisreiches und erfolgreiches Jahr.

Spitzensport-Erfolge gewürdigt

 

Das Landesstützpunkt Rudern war festlich geschmückt: Tische weiß gedeckt und die Flaggen der 60 Berliner Rudervereine aufgereiht. Wo sonst Spitzenruderinnen und –Ruderer trainieren, wurde an die großen Siege von 2018 erinnert: die WM-Goldmedaillen von Martin Sauer mit dem Deutschland-Achter und Max Röger im Leichtgewichtsvierer.

Die LRV-Vorstandsmitglieder Lutz Reinhardt, Stephan Krajewski und Frank-Roman Lauter würdigten auch die Trainer und Trainerinnen: Vereinstrainer, Honorartrainer, Lehrertrainer an der Flatow-Eliteschule und der Eliteschule des Sports im Olympiapark, Landestrainer, Bundestrainer, Bundeswehrtrainer und OSP-Trainer. Ohne sie wären die Spitzenleistungen nicht möglich. Zum Beispiel Marcin Witkowski: Der Trainer am Berliner Bundesstützpunkt führte den Frauen-Doppelvierer mit Carlotta Nwajide, Marie-Cathérine Arnold, Frieda Hämmerling und Franziska Kampmann zur Silbermedaille bei der WM in Plovdiv.

Aber nicht nur Sieger und Medaillengewinner standen im Mittelpunkt. Wer bei internationalen Meisterschaften Platz 7 und 8 erkämpft hat, wie die EM-Teilnehmer Stephan Riemekasten und Paul Schröter, hat ebenfalls hart trainiert und verdient Anerkennung und Lob.

Ins Rampenlicht gerückt wurde auch der Nachwuchs: zum Beispiel Anton Finger und Johannes Lotz, die bei der U23-WM zu Bronze ruderten, Luisa Simon und Sofie Vardakas, Dritte bei der U23-EM, Alexander Finger, Dritter bei der U19-WM, oder U19-Europameister Moritz Wolff sowie die Sieger der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften U17, U19, U23 und der Sprintmeisterschaften.

„Wir müssen uns um den Nachwuchs kümmern“

Wir müssen uns vor allem um den Nachwuchs in den Vereinen kümmern – der Nachwuchs ist unsere Zukunft“, sagte der LRV-Vorsitzende Karsten Finger. Besonders wichtig sei die Förderung von Mädchen. Beim Flaggentag wurde der LRV-Film „Rudern – eine tolle Sportart für Mädchen“ erstmals bei einer Veranstaltung gezeigt. Der Film steht online: https://www.youtube.com/watch?v=ExO_FI1_66U „Zeigt den Film in euren Vereinen“, rief Karsten Finger den Vereinsvertretern zu. Er forderte die Vereine auf, noch mehr mit Schulen zu kooperieren und in Schularbeitsgemeinschaften zu investieren. Das sei eine der dringenden Aufgaben, um den Rudersport in Berlin weiter voran zubringen. Er zeichnete beispielhaft drei Vereine für ihr U15-Vereinsförderprojekt aus: die Rudergemeinschaft Rotation Berlin, den RC Tegel und die RU Arkona.

Helmut Griep, Ehrenvorsitzender des Deutschen Ruderverbandes (DRV), hob in einer Talkrunde, die sportlich auf Ergometern absolviert wurde, die lange Geschichte des Ruderns als eine der erfolgreichsten olympischen Kernsportarten hervor. Er stellte zugleich fest: „Wir haben auch wanderruderische Kompetenzen. Wir kümmern uns um beides: um Leistungssport und Wanderrudern.“

3. Äquatorpreis für zwei Wanderruderer

Rudern ist ein Sport für alle ist – für Alt und Jung, für Männer und Frauen, für Leistungssportler und Breitensportler. Das hat der Flaggentag eindrucksvoll bestätigt. Nicht zuletzt als die stellvertretende LRV-Vorsitzende Gabriela Brahm zahlreiche Wanderruderinnen und –Ruderer für ihre außergewöhnlichen Kilometer-Leistungen auszeichnete. Sie überreichte den 3. Äquatorpreis an Hans-Joachim Döhring und Ulrich Stoeckel sowie den 1. Äquatorpreis an Magda Loose, Berndt Hintzelmann, Axel Göritz, Matthias Sieg und Kristina Uhde. Das 60. Fahrtenabzeichen erhielt Lothar Brandt, das 55. Peter Oehm und das 45. Doris Himmelsbach. Sie ist insgesamt schon eine Strecke gerudert, die der Entfernung von der Erde zum Mond entspricht. Moderator Julian Weiß fragte, wie oft sie ins Boot steigt: „So oft ich kann, manchmal auch zweimal am Tag.“

Ehrenamtliche Helfer gesucht

Um deutlich zu machen, wie sehr der Rudersport auf ehrenamtliche Unterstützung angewiesen ist, überreichte LRV-Geschäftsführer Michael Hehlke einen Sonderpreis an Jochen Zimmer vom RC Tegel: Er springt als Fahrer ein, wenn Not am Mann ist.

„Wir brauchen für die Organisation von Regatten und Wettkämpfen noch mehr Helfer“, mahnte Karsten Finger. Er dankte zugleich den Ehrengästen für ihre Unterstützung des Rudersports, u. a. dem Spandauer Bezirksbürgermeister, Helmut Kleebank, Hans-Joachim Behrendt, Ehrenmitglied des LRV und des Deutschen Ruderverbandes (DRV), Heike Schmitt-Schmelz, Bezirksstadträtin für Jugend, Familie, Bildung, Sport und Kultur in Charlottenburg-Wilmersdorf, LSB-Ehrenpräsident Peter Hanisch LSB-Ehrenmitglied Uwe Hammer und den LRV-Ehrenmitgliedern Udo Korgitzsch, Klaus-Dieter König, Monika Tampe, Christel Krellenberg und Karen Molkenthin.

Poznan ist Ansporn

Der Flaggentag als Rückschau auf 2018 gab auch einen Ausblick: Heike Schmitt-Schmelz, Peter Hanisch und Marcin Witkowski tauften einen Empacher-Vierer auf den Namen Poznan – Austragungsort der U23-WM 2018. Dieses Jahr findet dort ein Weltcup statt. „Die Erfolge in Poznan sollen für uns ein Ansporn sein“, begründete Karsten Finger die Namenswahl.

Text und Fotos: AB

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