Talenttag im Ruderzentrum: Wie Trainer im Schwimmen und Rudern eng zusammenarbeiten
Talente finden und fördern, ist ein wichtiges Ziel für den Landesruderverband. Deshalb hat er wieder einen Talenttag organisiert – im Rahmen der Initiative „Berlin hat Leistungssporttalent“, die die Senatsbildungsverwaltung ins Leben gerufen hat. Jugendliche aus Schulen und Vereinen wurden ins Ruderzentrum eingeladen. Sie konnten ihre sportlichen Leistungen testen und mit den Landestrainern Paul Habermann, Rick van Hooydonk und Nick Wustlich auswerten.
Die Trainer hatten in der großen Sporthalle verschiedene Stationen aufgebaut. Auf dem Concept 2 Dyno wurde mit Beinpresse und Armzug die Kraft gemessen. Beim Schluss-Dreisprung und im Standhochsprung ging es um die Leistungsfähigkeit der Bein- und Hüftstrecke. Auf den Ruderergometern konnten sich die Mädchen und Jungen schließlich richtig auspowern.
Zur Abwechslung und weil ein Talenttag auch Spaß machen soll, wurde bei einem Angelspiel die Geschicklichkeit auf die Probe gestellt: An Skulls waren Schnüre gewickelt, an deren Ende kleine Magnete befestigt waren. Damit konnten Zettel aus Kästen gefischt werden – mit „100 Gründen, das Rudern zu lieben“. Arthur von der Paula-Fürst-Schule angelte einen Zettel, auf dem stand: „… weil Rudern gesund ist und fast alle Muskeln bewegt werden, auch die Lachmuskeln.“ Seine Sportlehrerin Louisa Neuland hatte ihm von dem Talenttag berichtet. Sie ist zugleich Trainerin bei der Ruder-Union Arkona Berlin 1879 e.V. Seit ein paar Wochen trainiert er bei ihr im Rahmen einer Schulkooperation und hat viel Spaß dabei.
Auch viele junge Schwimmerinnen und Schwimmer von der SG Neukölln besuchten den Talenttag und absolvierten die Tests. Der Cheftrainer des Vereins, Frank Fleischer, arbeitet eng mit den Rudertrainern zusammen. Er sieht in der Kooperation die Chance, seine Aktiven weiter für Sport zu begeistern, wenn die Erfolge im Schwimmen ausbleiben. Er sagt: „Die Wahrscheinlichkeit, dass aus meiner Trainingsgruppe jemand Weltmeister wird, ist gering.“ Vielleicht eröffne sich aber eine Spitzensportkarriere im Rudern, so die Hoffnung. Beispiel für einen erfolgreichen Quereinstieg ist Valerie. Sie war Schwimmerin – bis sie in dieser Sportart keine Entwicklungsmöglichkeit mehr sah und vor einem Jahr zum Rudern wechselte.
Wie Spitzensportlerinnen und -sportler bei ihrer beruflichen Ausbildung unterstützt werden, erläuterten vor Ort zwei ehemalige erfolgreiche Olympionikinnen: Britta Steffen, Doppel-Olympiasiegerin im Schwimmen 2008 und heute Laufbahnberaterin beim Olympiastützpunkt, und Britta Oppelt, Silbermedaillengewinnerin im Rudern bei den Olympischen Spielen 2004 und 2012 – sie arbeitet heute bei der Bundespolizei, die zu den großen Förderern des Spitzensports gehört.
Zum Talenttag gehörte auch ein Rundgang durch das Ruderzentrum. Landestrainer Paul Habermann führte die Jugendlichen über den Bootsplatz, in die Bootshalle und zur Steganlage am Hohenzollernkanal, beantwortete Fragen und machte deutlich: „Wir freuen uns auf euch.“ Die Jugendlichen erhalten in den nächsten Tagen weitere Terminvorschläge für Trainingseinheiten im Ruderzentrum. So soll der Talenttag nachhaltige Wirkung entfalten.
Angela Baufeld
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Britta Oppelt, Schwimmtrainer Lars König
Britta Oppelt, Schwimmtrainer Lars König
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Britta Steffen
Britta Steffen
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Führung durchs Ruderzentrum
Führung durchs Ruderzentrum
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In der Bootshalle
In der Bootshalle
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Krafttest
Krafttest
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Nick Wustlich + Robert Bauer
Nick Wustlich + Robert Bauer
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Schlussdreisprung
Schlussdreisprung
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Standhochsprung
Standhochsprung
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Thomas Haun + U 23-Bundestrainer Felix Drahotta
Thomas Haun + U 23-Bundestrainer Felix Drahotta
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