Landesruderverband Berlin e.V.

LRV Brandenburg zu Gast in Berlin: „In Ruhe miteinander reden – das ist viel wert“

Persönliche Begegnungen sind auch im Online-Zeitalter kaum zu ersetzen. Deshalb treffen sich die Präsidien der Landesruderverbände (LRV) Berlin und Brandenburg regelmäßig einmal im Jahr. „Zusammensitzen und mal ohne Regattabetrieb in Ruhe miteinander reden – das ist so viel wert“, sagte Ulrike Hartmann, Präsidentin des LRV Brandenburg, zum Auftakt der diesjährigen Begegnung – auf Einladung des LRV Berlin im Brauhaus Spandau. Sie hob die gute Zusammenarbeit hervor und dankte noch einmal für die Organisation der World Rowing Tour 2025 in Berlin, die auf der Schlussetappe bis nach Potsdam führte: „Sie war großartig und wurde gut angenommen. Ruderer und Ruderinnen aus aller Herren Länder wollen wiederkommen.“

In der Runde wurde über Themen gesprochen, die bei beiden Landesruderverbänden oben auf der Tagesordnung stehen: zum einen die Situation auf den Gewässern. Rücksichtsloses Verhalten von Partybooten und Jetski-Raserei sind in den letzten Jahren ein immer größeres Problem für den gesamten Wassersport geworden.

Zum anderen die Herausforderungen durch die Ganztagsschule: Kleine und ehrenamtlich geführte Rudervereine würden kaum in der Lage sein, zusätzliche Sportangebote an Schulen zu machen oder sogar Trägerschaften zu übernehmen. Aber Lösungen seien gefragt, damit Schülerinnen und Schüler weiterhin Vereinsangebote nutzen können.

Die duale Ausbildung für Leistungskaderathletinnen und -athleten war ebenso ein Thema: Wie gelingt es noch besser, sportliche Karriere und berufliche Ausbildung gleichermaßen zu fördern? Nachholbedarf gebe es vor allem bei der Ausbildungsförderung in Handwerksberufen, wie Thomas Haun, Präsident des LRV Berlin sagte. Er brachte seine berufliche Erfahrung als stellvertretender Bezirksmeister für Friedrichshain-Kreuzberg in der SHK Innung (Sanitär, Heizung, Klima) ein.

Der Sportkalender beider Landesruderverbände ist auch in diesem Jahr wieder prall gefüllt. Neben alljährlich wiederkehrenden Regatten wird „150 Jahre Rudern in Berlin“ gefeiert. Thomas Haun berichtete über die Vorbereitungen auf das Jubiläum. Es geht auf die Gründung des „Berliner Ruder-Verein von 1876“ zurück. Der erste Berliner Ruderverein war die Keimzelle für zwei erfolgreiche Berliner Vereine: Berliner Ruder-Club und Union-Ruder-Club Berlin, heute RG Wiking. Geplant sind eine Sternfahrt am 11. Juli und ein Galaabend am 20. November. „Brandenburg spielt natürlich eine große Rolle bei solch einem Jubiläum – Einladung folgt“, so Thomas Haun.

Angela Baufeld